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  1. 19.03.201218:00

    Vortrag "Das Buch in der Mediendiktatur. Die Literaturpolitik des NS-Staates gegenüber Schriftstellern, Verlegern und Buchhändlern" von Dr. Jan-Pieter Barbian

    Begleitend zur Ausstellung „Frontlektüre. Lesestoff für und von Soldaten der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg“ lädt die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein zu einem Vortrag von Dr. Jan-Pieter Barbian „Das Buch in der Mediendiktatur. Die Literaturpolitik des NS-Staates gegenüber Schriftstellern, Verlegern und Buchhändlern“. Der Eintritt ist frei.

    Der NS-Staat war auch eine Mediendiktatur, in der die Literatur eine ideologisch definierte Rolle spielen sollte. Was im Dritten Reich erschien, war in vielen Fällen „von Goebbels’ Gnaden“. Doch der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, der in Personalunion auch Präsident der Reichskulturkammer war, musste seine Macht mit anderen Herrschaftsträgern teilen. Der Vortrag schildert diesen zwölfjährigen Kampf zwischen staatlichen und parteiamtlichen Bürokratien um die Aufteilung und praktische Anwendung der literaturpolitischen Kompetenzen. Darüber hinaus geht der Vortrag auf die konkreten Auswirkungen der Politik auf die literarische Produktion, das Verlagswesen und den Buchmarkt ein. Dabei spielt die Entwicklung einer neuartigen „Schattenwirtschaft“ der deutschen Verlage, von denen viele während des Zweiten Weltkriegs eng mit der Wehrmacht kooperierten, eine besondere Rolle.

    Dr. Jan-Pieter Barbian promovierte 1991 mit einer Studie über „Literaturpolitik im ‚Dritten Reich’. Institutionen, Kompetenzen, Betätigungsfelder“. Von 1987 bis 1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier. Von 1991 bis 1998 Fachbereichsleiter für Kulturelle Bildung an der Volkshochschule der Stadt Duisburg. Dr. Barbian ist Direktor der Stadtbibliothek Duisburg und nebenberuflicher Geschäftsführer des Vereins für Literatur und Kunst und der Duisburger Bürgerstiftung Bibliothek sowie Lehr Lehrbeauftragter der Universität Duisburg-Essen. Er verfasste zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zur Literatur- und Kulturpolitik der NS-Zeit, zu Film und Politik in der Weimarer Republik, zur Geschichte und Literatur des Ruhrgebiets im 20. Jahrhundert.

    Die Veranstaltung findet am 19.03.2012, 18.00 Uhr in der Hauptbibliothek statt.

  2. 28.02.201218:00

    Ausstellungseröffnung "Frontlektüre. Lesestoff für und von Soldaten der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg"

    Die Universitätsbibliothek präsentiert vom 29. Februar 2012 bis 20. April 2012 die Ausstellung „Frontlektüre. Lesestoff für und von Soldaten der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg“. Sie wird am 28.02.2012, 18.00 Uhr, in der Hauptbibliothek eröffnet.

    Schon kurz nach Kriegsbeginn 1939 wurde von Reichsjugendführer Baldur von Schirach die „Kriegsbücherei der deutschen Jugend“ gegründet, bald darauf erschien auch die „Soldatenbücherei des Oberkommandos der Wehrmacht“, eine literarische Reihe speziell für die Angehörigen der Wehrmacht. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs brachten rund 150 deutsche Verlage Sonderausgaben für Soldaten heraus. "Feldpostausgaben" oder "Feldausgaben" waren in der Regel dünne Heftchen, die speziell für den Versand gedruckt wurden. Durch ihre hohen Auflagen bedeuteten sie für die Verlage ein lukratives Geschäft. Feldausgaben und andere Sonderdrucke für Soldaten waren Teil des nationalsozialistischen Propagandasystems und sollten die Kampfmoral der Soldaten und den Glauben an die NS-Ideologie stärken, teilweise auch der Entspannung und Ablenkung der Soldaten inmitten der Gräuel des Krieges dienen. Viele Hefte enthielten daher auch Unterhaltendes, Belehrendes, Rätsel- und Liedsammlungen und Klassische Literatur.

    Der Journalist Dr. Jörg Weigand aus Staufen im Breisgau, langjähriger Korrespondent des Zweiten Deutschen Fernsehens in Bonn (1973-1996) und bekannter Buchautor, hat in jahrelanger Arbeit eine große Sammlung an "Frontlektüre" zusammengetragen und erforscht. Diese Ausstellung zeigt typische, aber auch seltene Beispiele.

    Die Universitätsbibliothek der HSU lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Der Eintritt ist frei.

    Öffnungszeiten der Ausstellung
    Mo. - Do.       9:00 - 16:00 Uhr
    Fr.                9:00 - 14:00 Uhr
  3. 14.02.201219:00

    Vortrag "Karl-Theodor zu Guttenberg - Dekonstruktion eines Charismatikers" von Dr. Berit Bliesemann de Guevara, Dr. Jörn Ketelhut & Dr. Tatjana Reiber

    Keinem deutschen Politiker der jüngsten Zeit sind die Herzen dermaßen zugeflogen wie Karl-Theodor zu Guttenberg. Bis zu seinem Rücktritt am 1. März 2011 ist der Spross eines alten fränkischen Adelsgeschlechts die charismatische Lichtgestalt im Kabinett Merkel. Bei offiziellen Auftritten wird er gefeiert wie ein Popstar. Über Monate hinweg führt Guttenberg die Rankings der beliebtesten Politiker Deutschlands unangefochten an und wird auf Grundseiner enormen Popularitätswerte als möglicher Kanzlerkandidat gehandelt. Selbst als sein Stern im Zuge der Plagiatsaffäre zu sinken beginnt, erzielt Guttenberg in demoskopischen Umfragen noch Spitzenwerte. Was steckt hinter dem Phänomen Guttenberg? Auf welches Erfolgsrezept hat der ehemalige Verteidigungsminister zurückgegriffen? Ist die Bewunderung Guttenbergs Ausdruck einer schwelenden Sehnsucht der Deutschen nach charismatischer Führung? Was verbirgt sich hinter der enormen Polarisierung, die Guttenbergs Plagiat hervorgerufen hat, und wie stehen seine Chancen auf eine Rückkehr in die Politik? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags und werden aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive beleuchtet.

    Die Institute für Internationale Politik und Politikwissenschaft an der HSU sowie die Universitätsbibliothek laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zu dieser Vortragsveranstaltung ein.

    Die Veranstaltung findet in der Hauptbibliothek statt.

    Der Eintritt ist frei!
  4. 08.02.201219:00

    Vortrag "Warum wir intervenieren: Der deutsche 'Heimatdiskurs'" von Prof. Dr. Michael Daxner

    Auf Einladung des Instituts für Internationale Politik der HSU spricht Prof. Dr. Michael Daxner am Mittwoch, d. 08.02.2012, 19:00 Uhr in der Hauptbibliothek zum Thema "Warum wir intervenieren: Der deutsche 'Heimatdiskurs'".
  5. Ausstellung "Warum Soldaten?" auf Wanderschaft




    Sie möchten erfahren an welchem Ort die Ausstellung "Warum Soldaten?" als nächstes zu sehen ist?
    Eine laufend aktualisierte Liste mit den zukünftigen Ausstellungsorten und viele weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.


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Last revision: 2. Feb. 2012